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Rezept des Monats

Neunerlaa im Arzgebirg ...




Das "Neunerlei" ist ein alter Weihnachtsbrauch, der im Erzgebirge treu bewahrt wird.
Es besteht aus neun verschiedenen zu kombinierenden Speisen,
die in der Zusammenstellung zwischen den Ortschaften und von Familie zu Familie variieren.
Jedem Bestandteil wird eine bestimmte Symbolik für das neue Jahr zugeordnet.

An Fleisch gibt es Gans, Pute oder "Kuhnickel" (Kaninchen), die Glück bringen sollen.
Klöße, dabei sind es die "Grünen Klöße" aus rohen und gekochten Kartoffeln, verheißen Wohlstand,
dass das Geld nicht ausgeht. Bratwurst gibt Kraft und Herzlichkeit.

Etwas Quellendes muss auch dabei sein.
Erbsen, Hirse oder Linsen kennzeichnen Kleingeld.
Sauerkraut steht für Gesundheit und eine gute Ernte.
Sellerie bedeutet Fruchtbarkeit.
Pilze und Rote Bete sollen Freude bringen.
Als Nachtisch, für die Süße des Lebens und zur Stärkung der Familie,
gibt es Verschiedenes, wie Backpflaumen oder Bratäpfel.

Oft wird Semmelmilch mit gehackten Nüssen gereicht,
das zusätzlich für schöne Haut sorgen soll.
Brot und Salz dürfen nicht fehlen, ist es an dem, fehlen sie das ganze Jahr.
Das Brot soll angeschnitten, aber nicht aufgegessen werden.

Das eine "Original-Neinerlaa" gibt es nicht.
Was in jeder Stube an Heiligabend aufgetischt wird,
geht meist auf eine lange Tradition innerhalb der Familien zurück.

Eines aber bleibt bei allen gleich:
Spätestens um 18.00 Uhr wird sich an den gedeckten Tisch gesetzt
und weihnachtliche Gemütlichkeit kehrt ein.

Übrigens:
Man wird nicht dick
zwischen Weihnachten und Sylvester,
Man wird dick
zwischen Sylvester und Weihnachten!
(Alfons Schubeck)

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